Viele Sachen gemacht, leider noch nicht genug

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Simon Lübeß
2026-04-02 23:18:50 +02:00
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# Schreibplan 4.2: Konzept der periorbitalen Formvariation
**Dateipfad:** `MasterLatex/content/04_Methodik/2_KonzeptFormvariation.tex`
**Label:** `\label{sec:methodik_formvariation}`
**Zielumfang:** ca. 1,5-2 Seiten (Kernabschnitt von Kap. 4)
## Struktur (4 Blöcke)
### Absatz 1 — Defizit bestehender Ansätze und abgeleitete Zielkriterien (3-4 Sätze)
Synthetische Verdichtung der Kap.-3-Ergebnisse, keine Mini-Literaturübersicht:
- *Diskrete Modellsammlungen:* Variation ist implizit in den Modellen gebunden, nicht parametrisch steuerbar und nicht gezielt randomisierbar.
- *PCA-basierte Morphable Models:* Kontinuierliche Variation möglich, aber Koeffizienten sind nicht inhaltlich interpretierbar und keinen einzelnen anatomischen Merkmalen zuweisbar.
- Fazit: Gesucht ist eine Variationsform, die **kontinuierlich, inhaltlich benennbar und gezielt steuerbar** ist.
Nur die Verdichtung, keine Scan-Zahlen oder personenspezifische Analysen wiederholen.
### Absatz 2 — Konzeptioneller Leitgedanke (3-4 Sätze)
Der von Wisetchat vorgeschlagene TFM-Ansatz zeigt, dass semantisch benannte Gesichtsmerkmale als explizite Deformationsachsen auf Blendshape-Basis modellierbar sind. Jedes Attribut interpoliert linear zwischen einer Basis- und einer Zielform. Die vorliegende Arbeit greift diesen Grundgedanken auf, wendet ihn aber in einem anderen Kontext an: nicht als interaktives Explorationswerkzeug, sondern als Randomisierungsachse innerhalb einer Synthesepipeline.
TFM als Inspiration, nicht als zweiter Hauptgegenstand. Keine "12 Merkmale, 14 Attribute"-Details.
### Absatz 3 — Wahl des Deformationsmechanismus und Kernidee (5-6 Sätze)
Begründung, warum Blend Shapes (in Blender: Shape-Keys) die Anforderungen aus 4.1 am besten erfüllen:
- *Lineare Superposition:* Mehrere Formvariationen und die Lidschließung können auf demselben Mesh gleichzeitig und gezielt steuerbar wirken.
- *Konsistente Kopplung:* Da beide auf einem vereinigten Mesh operieren, verformt sich das Augenlid bei Formänderungen automatisch mit.
- *Abgrenzung gegen Alternativen, gemessen an den Anforderungen aus 4.1:*
- Getrennte Meshes verfehlen die **Kompatibilität**: Formvariation und Lidschließung nicht konsistent koppelbar.
- Skelett-Rigs verfehlen die **Interpretierbarkeit**: Rigging bildet lokale Oberflächenmerkmale nicht direkt ab.
- Prozedurale Generierung erschwert **Kontrolle und Validierung** (nur ein Halbsatz).
Abschließend die Kernidee als Leitsatz. Randomisierung nur anreißen (Details in 4.3).
**Methodischer Beitrag explizit machen:** "Der methodische Beitrag besteht darin, periorbitale Formvariation nicht als Auswahl zwischen vorgegebenen Modellen und nicht als abstrakten Morphable-Model-Koeffizienten zu behandeln, sondern als Satz explizit benennbarer Deformationsachsen."
### Absatz 4 — Konsequenzen, Grenzen und Verweis auf Kap. 5 (3-4 Sätze)
Auf methodischer Ebene, ohne technische Lösungen vorwegzunehmen:
- Formvariation betrifft auch angrenzende Strukturen. Augenbrauen und Wimpern müssen deformierbar an die veränderte Oberfläche angebunden werden, das Augenlidmodell muss die veränderte Geometrie mitvollziehen.
- Lineare Deformationen erzeugen Konsistenzprobleme (z.B. Durchdringung), bestimmte Parameterkombinationen können unplausibel sein. Ergänzende Korrekturmechanismen in Kap. 5.
- **Scope-Satz:** Ziel ist keine populationsstatistisch validierte morphologische Modellierung, sondern eine anatomisch orientierte, visuell plausible und semantisch steuerbare Variationsachse für die Datensynthese.
## Relevante Referenzen
- `\fref{sec:methodik_gesamtkonzept}` — Anforderungen aus 4.1 (Alternativen daran messen!)
- `\fref{sec:impl_augenlidmodell}` — Implementierung Augenlidmodell (Kap. 5.3)
- `\fref{sec:impl_periorbital}` — Implementierung Formvariation (Kap. 5.4)
- Cite-Keys: `wisetchatDescriptionbasedVisualisationEthnic2018`, `wisetchatFacialModelingMeasurement2024` (TFM), `woodLearningAppearancebasedGaze2016a` (UnityEyes/PCA), `nairRITEyesRenderingNeareye2020` (RIT-Eyes), `woodRenderingEyesEyeShape2015` (SynthesEyes)
## Stilregeln
- Keine Gedankenstriche, keine Semikolons
- Konzeptuelle Ebene: "Blend Shapes" / "Shape-Keys" als Konzept benennen, keine Blender-spezifischen Details
- Alternativen an 4.1-Anforderungen messen, nicht geschmacklich abwerten
- "Gezielt steuerbar" oder "einzeln parametrierbar" statt "unabhängig"
- Wisetchat: "greift diesen Grundgedanken auf" statt "übernimmt"
- Randomisierung nur anreißen (4.3-Material)
- Prozedurale Generierung nur ein Halbsatz
- NICHT: Krümmungsruck, Normalenprobleme, Modifier-Reihenfolge, Shrinkwrap, haarbasierter Ansatz